Krippe


Konzept für die Kleinkindbetreuung

Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik in Bruchhausen-Vilsen e.V.

  1. Träger:

Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik in Bruchhausen-Vilsen e.V.

OT Engeln

Alte Dorfstraße 74

27305 Bruchhausen-Vilsen

Tel.: 04247-1808

e-mail: info@waldorfkindergarten-engeln.de

Homepage: www.waldorfkindergarten-engeln.de

  1. Räumlichkeit:

Die Kleinkindebetreuung findet in den Räumen „Im Dorfe 19“ statt. Im Eingangsbereich befindet sich eine großzügige Garderobe, von der aus der Gruppenraum sowie der Toilettenbereich zu erreichen ist.

Der Gruppenraum ist liebevoll eingerichtet. Bei der Gestaltung wird vor allem auf das Bedürfnis des kleinen Kindes nach Bewegung und Geborgenheit geachtet. Harmonische Farben und natürliche Materialien schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Der Gruppenraum verfügt über eine separate Küche, in der die Mahlzeiten zubereitet werden und in einer familiären Atmosphäre gemeinsam eingenommen werden.

Der Toilettenbereich verfügt über eine kleine Kindertoilette, die auch den jüngsten Kindern die Möglichkeit zum selbständigen Toilettengang bietet. Ein liebevoll gestalteter Wickelbereich lässt den Kindern und PädagogInnen den Vorgang des Wickelns und der Pflege zu einer Zeit des Wohlfühlens und zur Vertiefung der Beziehung werden.

Ein separater Schlafraum, in dem jedes Kind sein Bettchen hat, erfüllt das Bedürfnis der Kinder nach Ruhe und Schlaf und sorgt für ein Gefühl von Geborgenheit und Zuhause.

Der Garten ist sowohl vom Gruppenraum aus als auch über den Eingangsbereich zu erreichen. Eine schöne Sandkiste, ein kleiner Hügel und eine Schaukel laden zum Spielen und zu vielfältigsten Körpererfahrungen ein. Ein Holzhäuschen bietet die Möglichkeit zum Rückzug und zum Spielen unter Dach.

  1. Betreuungsangebot:

Das Angebot der Kleinkindbetreuung besteht für 10 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Die Kinder werden von zwei pädagogischen Fachkräften betreut. Eine Küchenhilfe unterstützt das pädagogische Team und sorgt für das leibliche Wohl der Kinder.

Die Betreuungszeiten sind von montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und montags bis donnerstags wahlweise bis 15.00 Uhr. Die Bringzeit ist von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr. Um ca. 9.00Uhr findet ein Frühstück und um ca. 11.50 Uhr ein gemeinsames Mittagessen statt. Dieses wird jeden Tag frisch aus vollwertigen, biologischen Zutaten in der Gruppe zubereitet und gemeinsam eingenommen. Die Reihenfolge des Essens wiederholt sich wöchentlich. Von ca. 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr ist Mittagsruhe für die Kinder. Sie schlafen in ihren Bettchen. Das Abholen der Kinder ist nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr oder um 15.00 Uhr nach der Mittagsruhe möglich.

  1. Öffnungszeiten

Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und montags bis donnerstags wahlweise bis 15.00 Uhr.

Innerhalb der niedersächsischen Schulferien ist der Betrieb in den Herbst, Winter und Osterferien für jeweils eine Woche geschlossen. In den Sommerferien wird für drei Wochen geschlossen. Die genauen Zeiten werden am Anfang des jeweiligen Kindergartenjahres bekannt gegeben.

  1. Anmeldung

Anmeldungen für die Kleinkindbetreuung werden das ganze Jahr über entgegen genommen. Vor der Aufnahme eines Kindes findet ein ausführliches Aufnahmegespräch mit den Eltern und den Pädagoginnen statt.

  1. Tagesablauf

 

  • Ab 7.30 Uhr bis 8.45 Uhr Ankommen und Freispielzeit
  • 8.50 Uhr Morgenkreis
  • 9.00 Uhr Frühstück
  • Anschließend Fortsetzung der Spielzeit und Pflege (Wickeln etc.)
  • Anschließend Spielen im Garten oder Spaziergang
  • 11.50 Uhr Mittagessen
  • Anschließend waschen und wickeln
  • 15 Uhr bis 12.30 Uhr abholen der Kinder, die nicht über Mittag bleiben
  • 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr Mittagsschlaf
  • Bis 15.00 Uhr Freispiel drinnen oder draußen
  1. Eingewöhnung

Der Übergang vom Elternhaus in die Kleinkindbetreuung bedeutet für die meisten Kinder den ersten Ablöseprozess. Unsere Pädagoginnen begleiten Eltern und Kinder bei der Eingewöhnung. Ein gegenseitiges Kennenlernen und Vertraut-Werden bildet die Grundlage zum allmählichen Lösen von der Mutter bzw. dem Vater.

Die Kinder erleben bei uns ein liebevolles Interesse und Zuwendung. Dadurch können die Kinder sich behutsam und angstfrei von den Eltern lösen und in der Kleinkindbetreuung heimisch werden. Sie als Eltern schaffen in der ersten Zeit durch ihre Anwesenheit eine sichere Anlaufstelle für das Kind, in die es sich jederzeit zurückziehen kann, wenn es sich überfordert fühlt.

In den ersten drei Tagen begleitet eine Bezugsperson (möglichst Mutter oder Vater) das Kind und nimmt einige Stunden mit dem Kind zusammen am Tagesgeschehen teil. Erst am vierten Tag findet ein erster Trennungsversuch statt. Je nach Reaktion des Kindes besprechen Eltern und Pädagoginnen das weitere Vorgehen. Die Trennungszeit wird immer mehr erweitert. Nach ca. drei bis vier Wochen ist in der Regel die Eingewöhnungszeit abgeschlossen. Als Anzeichen für den Abschluss der Eingewöhnungszeit gilt, wenn das Kind die Erzieherin als Bezugsperson akzeptziert hat. Dies zeigt sich, wenn es sich von ihr trösten lässt, ins Spiel findet und gerne isst.

  1. Pädagogischer Ansatz

Grundlage unseres pädagogischen Verständnisses ist die von Rudolf Steiner begründete Anthroposophie und die daraus hervorgegangene Waldorfpädagogik. Eine der zentralen Annahmen dieser Pädagogik ist, dass die menschliche Entwicklung in Zyklen von ca. sieben Jahren erfolgt. Der erste Zyklus beginnt mit der Geburt und endet mit dem Zahnwechsel. In diesem Lebensabschnitt ist die Schaffung einer gesunden physischen Grundlage wichtig, auf die die seelische und geistige Entwicklung in den folgenden Jahrsiebten aufbauen kann.

Daraus ergibt sich für uns der Schwerpunkt unserer Arbeit mit den Kindern in den ersten drei Jahren. Für den Aufbau einer gesunden Leiblichkeit sind Ernährung, Ruhe und Schlaf, Körperwahrnehmung durch Bewegung, liebevolle Zuwendung durch vertraute Menschen sowie eine entwicklungsfördernd gestaltete Umgebung von zentraler Bedeutung.

Ebenso wird in der Waldorfpädagogik davon ausgegangen, dass Kinder bis zum Alter von ca. sieben Jahren überwiegend durch Nachahmung und die Verarbeitung ihrer Sinneseindrücke lernen. Sie eignen sich die wichtigsten menschlichen Fähigkeiten wie z.B. Gehen und Sprechen nach dem Vorbild anderer Menschen an. Da Kinder zunächst alles wertfrei annehmen und nachahmen, was in ihrer Umgebung gesagt, getan, ja gedacht und gefühlt wird, benötigen sie authentische und liebevoll handelnde Bezugspersonen, die sich ihrer Haltung und Vorbildfunktion bewusst sind.

Ein rhythmischer, gleichbleibender Tagesablauf und feste, liebevolle Bezugspersonen geben den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Die Bezugspersonen pflegen einen achtsamen, respektvollen Umgang mit dem Kind, den Eltern und dem Kollegium. Die intensive Zuwendung findet in den Pflegesituationen und beim Essen statt.

Die gemeinsamen Mahlzeiten finden in einer ruhigen, liebevollen Atmosphäre statt, in der Achtsamkeit gegenüber den Menschen als auch den Lebensmitteln zum Ausdruck kommt. Nur gesunde Lebensmittel, aus biologischem Anbau werden verarbeitet, um den Kindern die bestmögliche Grundlage zum Aufbau ihres Körpers zu bieten.

Im Tagesablauf wechseln sich Phasen des aktiven, freudigen Tuns mit Phasen der Ruhe ab. Genügend Ruhe und Schlaf lassen die Kinder das Aufgenommene „verdauen“ und geben ihnen die Aufbaukräfte, die sie zur Entwicklung brauchen.

Um die Kinder vor Überreizung zu schützen, gestalten wir die Umgebung mit zarten Farben und einfachen Spielsachen aus natürlichen Materialen.

Die Kinder werden in ihrer Bewegungsentwicklung und ihrem Spielverhalten möglichst freilassend begleitet. Jedes Kind soll sich in Ruhe auf seine eigene Art und Weise im eigenen Tempo mit sich selbst und der Welt vertraut machen können. Geleitet werden wir dabei von zwei Grundsätzen: „Lass mir Zeit“ und „Hilf mir es selbst zu tun“.

Für einen guten Spracherwerb und gesunde Sprachentwicklung schaffen die Pädagoginnen eine Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens. Eine liebevolle, gut durchdachte und direkte Ansprache, in der auch innerlich Kontakt zu dem Kind aufgenommen wird, öffnet den Kindern den Raum wirklich hinzuhören. Lieder, Reime, Fingerspiele und kleine Geschichten erweitern den Sprachschatz und geben den Kindern die Möglichkeit, Sprache auf vielfältigste Weise wahr- und anzunehmen. Die Verbindung von Sprache und Bewegung lässt die Kinder Sprache tief empfinden und dadurch konstruktiv damit umgehen.

Die zweite Freispielzeit verbringen die Kinder jeden Tag draußen im Garten. Hierbei begegnen sie der Natur bei jedem Wetter. Die Lebens- und Abwehrkräfte werden gestärkt, sie saugen gleichsam Lebensenergie aus der Natur ein. Ebenso setzen sich die Kinder mit den Naturgesetzmäßigkeiten auseinander und machen Erfahrungen mit den Elementen Luft, Erde, Wasser und Feuer (Sonne). Durch die Auseinandersetzung und Verbindung mit der Natur lernen sie ihre Umgebung kennen. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit geboten, die Umwelt achten und lieben zu lernen.

In der freien Natur findet Bewegungsentwicklung auf einer erweiterten Ebene statt. Laufen auch über unebenes Gelände, springen, schaukeln usw. bringen die Kinder in die Auseinandersetzung mit ihrem Körper und kräftigen ihre Muskeln.

Wir verstehen unsere Einrichtung als Raum der Begegnung, des gegenseitigen Lernens und gemeinsamen Entwickelns. Die Kinder sollen in die Lage gebracht werden, sich selbstbewusst und voller Selbstvertrauen zu entwickeln und ihr individuelles Potential zur Entfaltung zu bringen. Dies soll frei von störenden Einflüssen wie Zeit- oder verfrühtem Leistungsdruck und in liebevoller Begleitung geschehen.

  1. Zusammenarbeit mit Eltern

Unser Grundverständnis ist eine Betreuung und Erziehung des kleinen Kindes ergänzend zur Familie. Deshalb ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern für uns von elementarerer Bedeutung.

Als erster Kontakt zwischen zukünftigen Eltern und Pädagoginnen findet ein ausführliches Aufnahmegespräch und vor der Aufnahme des Kindes ein Hausbesuch statt.

Im Folgenden gibt es regelmäßige Elternabende.

Einmal jährlich findet ein Entwicklungsgespräch statt. Elterngespräche können von beiden Seiten jederzeit vereinbart werden.

  1. Elternentgelt

Für die Betreuung eines Kindes wird folgendes Elternentgelt erhoben:

Montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr                                  200,00 €    pro Monat

Die Nachmittagsbetreuung findet von 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr statt.   Entgelt entsprechend der angemeldeten Tage pro Woche (siehe unten)

Um den Kindern auch in der Nachmittagsbetreuung eine Kontinuität und Sicherheit zu gewähren, ist es möglich zwischen zwei, drei Tagen oder vier Tagen Betreuung zu wählen.

Daraus ergibt sich folgendes Elternentgelt:

  • 200,00 € für die Vormittagsbetreuung
  • 50,00 € Verpflegungsgeld für das Frühstück und das Mittagessen
  • Zuzüglich dem Betreuungsgeld für die Nachmittagsbetreuung

Zwei Nachmittage:                                                                                       40,00 € (monatlich)

Drei Nachmittage:                                                                                         60,00 € (monatlich)

Vier Nachmittage:                                                                                         80,00 € (monatlich)